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Wer jetzt noch einmal die Gelegenheit nutzen möchte, um die Dippemess auf dem Festplatz am Ratsweg zu besuchen, der sollte dies bis zum 6. April tun, denn so lange hat die größte Frankfurter Kirmes noch geöffnet. Sonst müsst ihr wieder ein ganzes Jahr warten und die Kontaktanzeigen von Frankfurt nach Unterhaltung durchforsten. ;)

Den Abschluss der Feierlichkeiten wird am Sonntag ein imposantes Feuerwerk bilden und damit wieder einen ereignisreichen Monat mit unheimlich viel Spaß beschließen. Auf der Dippemess kann man die zahlreichen spektakulären Fahrgeschäften nutzen und so sein Mut sowie seinen Magen auf Beständigkeit testen. Die Achterbahn, die Dippemess in Frankfurt flickr©smalltownguy22Wildwasserbahn, das Riesenrad und der Freifallturm sind nur eine kleine Auswahl dessen, was den Besuchern der Dippemess zur Verfügung steht. Wer dann noch ausreichend Mut besitzt, kann auf der 4-Ebenen Geisterbahn eben diesen unter Beweis stellen.

Die Dippemess hat in Frankfurt schon eine sehr lange Tradition, denn bereits im 14. Jahrhunderten veranstaltete man Jahrmärkte auf dem Marktplatz, wo Händler ihre waren feil boten, Künstler die Menschen belustigten und sich kulinarischen Genüssen hingeben wurde. Der Name „Dippemess“ leitet sich vom lokal verwendeten Wort „Dippe“ für einen Steinguttopf ab, der gerade auf solchen Jahrmärkten gerne zum Verkauf angeboten wurde.

Die Dippemess hat am Freitag und am Samstag noch bis 24 Uhr und am Sonntag bis 23 Uhr geöffnet. Mit etwas Glück hat auch das passende Wetter und die Familie jede Menge Spaß!    [...mehr]


All-Inclusive - Die Welt des Tourismus” läuft jetzt knapp drei Monate. Am 30. Januar startete die Ausstellung in der Frankfurter Kunsthalle Schirn. Sie zeigt, wie sich verschiedene Künstler mit dem Thema Tourismus auseinandersetzen.

Teils ablehnend und kritisch, dokumentarisch oder einfach nur kreativ - die Resultate sind auf jeden Fall interessant.
Natürlich bringt man auf den ersten Blick Kunst und Tourismus nicht unter einen Hut - bei längerer Betrachtung scheint diese Thematik jedoch wie geschaffen für eine künstlerische Auseinandersetzung.

Super Perspektive, das sollen die in der Schirn erstmal nachmachen ;) © flickr / sandcastlematt

Mir fallen spontan ein paar Fragen ein. Ist Tourismus nicht oft eine Verlagerung von “Heimat” an fremde Orte? Was sagt das eigentlich über das Land aus, aus dem man kommt, wenn man viel verreist? Und was sagt Reisen über einen selbst aus? Es existieren so viele Arten von “Reise”. Genauso ist der Charakter eines jeden Reisenden unterschiedlich.

Diese Vielfalt bietet genügend Stoff für kreative Urteile, Betrachtungen und Assoziationen. Im Zeitalter der Digitalkameras ist das künstlerische Auge überall vertreten. Logisch, dass da “des Deutschen liebstes Kind”, der Tourismus, eine eigene Ausstellung bekommt.

Es sind rund 30 international bekannte Künstler vertreten, kuratiert wird das Ganze von Mathias Ullrich. Die Ausstellung läuft noch bis zum 04. Mai.

Öffnungszeiten:
Dienstag, Freitag, Samstag, Sonntag 10-19 Uhr
Mittwoch und Donnerstag 10-22 Uhr    [...mehr]


Frankfurt Skyline © flickr / MoeGestern wurde eine Ausstellung im Haus am Dom eröffnet, die die Kunstwerke Drogenabhängiger unter Leitung von Künstler Norbert Cloß und Betreuer Alfred Becherer-Dietz der Öffentlichkeit präsentiert.

 

Dem Besucher bieten sich Radierungen von teilweise verstörender Qualität. Dabei ist das Prinzip drogensüchtiger Künstler sicherlich nichts Neues: In allen Bereichen, seien es Film, Literatur, Musik oder Malerei, gab es Leute, die aus den verschiedensten Gründen drogenabhängig oder zumindest drogenaffin waren. Von Phillip K. Dick bis zu Hunter S. Thompson, von David Lynch über Amy Whinehouse zu Jimi Hendrix, niemand würde behaupten, Drogensucht und Kunst seien einander fremd.

Jimi Hendrix © flickr / smudger888Broken Guitar © flickr / benoit.darcy

Warum also kommt die Austellung in einer solchen Aufmachung daher?

 

„Kunst statt Sucht“: Trägt dieses Thema, von mir frei übersetzt mit „Drogensucht – trotzdem Künstler!“, wirklich zu mehr Authentizität bei?

Hat der karitative Aspekt der Aktion nicht sein Ziel verfehlt, Drogensüchtigen zu helfen, indem die Betonung so stark auf das Suchtproblem der Künstler gelegt wird?

Dadurch wird vom eigentlichen Kunstwerk abgelenkt, und es zählt nur noch, dass der Mensch in seiner Freizeit zu viele Drogen konsumiert. Sicherlich werden auch denjenigen Argumente geliefert, die Frankfurt partout als neues Großstadtghetto abtun möchten.

Der Slogan scheint mir unglücklich gewählt – es ist nicht davon auszugehen, dass hier langfristige Alternativen angeboten wurden. Im besten Fall haben die Künstler eine Plattform gefunden, sich auszudrücken. Das hätte auch ohne eine derartige Zurschaustellung funktioniert.    [...mehr]


Mary Cassatt

Die Frankfurter Kunsthalle Schirn widmet sich zwischen dem 22. Februar und dem 1.Februar den Vertreterinnen des Impressionismus und somit eine Nischengruppe, die immer im Schatten der großen Vertreter jener Epoche wie Monet, Degas oder Renoir standen, aber trotzdem wunderschöne Kunst schufen.

Der Impressionismus ist eine ganz besondere Stilrichtung der Malerei, die ähnlich wie der Symbolismus und der Expressionismus als Gegenentwurf zum Naturalismus entstand. Für die Impressionisten war es wichtig, das zufällige Erscheinungsbild zu erfassen, ohne das eine tiefere Bedeutung hinein interpretiert werden musste. Namensgeber dieser Banjo-Stunde von Mary CassattBewegung war das Bild „Impression, soleil levant“ von Claude Monet aus dem Jahr 1872. Monet avancierte im Laufe der Jahre auch zum führenden Vertreter des Impressionismus und sollte diesen zusammen mit Degas, Renoir, Manet und Pissarro über Jahre hinweg präsentieren.

Dass es jedoch im Schatten dieser großen Künstler immer wieder Impressionistinnen gab, die ähnlich begabt agierten, wird oftmals vergessen. Um diese Wissenslücke auszufüllen, hat man sich bei der Kunsthalle Schirn in Frankfurt entschlossen, sich den Vertreterinnen jener Zeit zu widmen. Eine dieser Künstlerinnen ist Berthe Morisot, die aus einer reichen französischen Familie stammte und schon früh an die Malerei herangeführt wurde. Zunächst wurde sie von Camille Corot unterrichtet, dessen Stil Morisot eher ablehnend gegenüber stand. Durch die enge Freundschaft und spätere familiäre Bindung zu Manet wurde sieBerthe Morisot allmählich vertrauter mit dem Impressionismus des ausklingenden 19. Jahrhunderts. Zu ihren Werken zählen vor allem Kinderportraits und Landschaftsbilder. Zusammen mit der Amerikanerin Mary Cassatt zählte sie zu den bedeutendsten Künstlerinnen des Impressionismus.

Diese wurde in Pittsburgh (USA) geboren und studierte zunächst an der Pennsylvania Academy of the Fine Arts, bis 1974 nach Frankreich kam und sich den Impressionisten anschloss. Durch eine enge Verbindung zu Edgar Degas wurde sie künstlerisch beeinflusst. Ihr ist es zu verdanken, dass der Impressionismus in Amerika so schnell Fuß fassen konnte. Leider wurde ihr Wirken von einer Erblindung im Jahr 1914 vorzeitig beendet.

Bilder von Morisot und Cassatt sowie anderen Künstlerinnen wie Marie Bracquemond sind nun in der Schirn zu bewundern. Schnell wird man feststellen, dass die Werke der Impressionistinnen sich nicht hinter den Werken der großen Vertreter jener Zeit verstecken müssen.



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