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Heute morgen ist der Dalai Lama am Frankfurter Flughafen gelandet, um einen weiteren Deutschlandbesuch zu machen. Seinen fünftägigen Aufenthalt begann er, in dem er mit dem hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch am Flughafen frühstücken ging. Die beiden kennen sich seit 20 Jahren und sind Freunde geworden und jedes Mal wenn das Oberhaupt der Tibeter nach Deutschland kommt trifft er sich mit Koch.
Der übte vor dem Treffen scharfe Kritik an der Bundesregierung, weil es keinen offiziellen Regierungsempfang für den Dalai Lama geben soll und er sich nur mit Entwicklungshilfeministerin Wieczorek-Zeul treffen wird. Koch empörte sich darüber, dass die deutsche Regierung um die chinesische Führung nicht zu provozieren sich nicht zu den Menschenrechten bekennen würde. Der Besuch des Dalai Lama sei eine der letzten Gelegenheiten vor den olympischen Spielen, die Menschenrechte für Tibet einzufordern.
Während der Besuch des Tibeters also auf Bundesebene eher verhalten aufgenommen wird, ist er in Hessen aufs höchste willkommen. So forderte die Wiesbadener FDP schon, ihn als Ehrenbürger der hessichen Landeshauptstadt zu machen. [...mehr]
Am Dienstag nach Pfingsten feiern die Frankfurter der Tradition gemäß ihren “Nationalfeiertag”, den Wäldchestag. Gemeinsam mit der Dippemess gehört der Wäldchestag zu den typischen Frankurter Bräuchen und Festen. Außerhalb im Stadtwald lockt eine Kirmes mit Rieserad, Karussell und Auto-Scooter mitten im Grünen.
Bis in die neunziger Jahre hinein hatten die Kinder am Wäldchestag schulfrei und zahlreiche Geschäfte geschlossen. Auch heute noch schließen Ämter und städtische Einrichtungen schon um die Mittagszeit. Die Frankfurter sollen die Möglichkeit bekommen ihren ganz eigenen Feiertag im Wald verbringen zu können und Frankfurter Spezialitäten wie Apfelwein, Hartekuchen und Handkäs mit Musik genießen zu können. Dafür fährt auch das “Lieschen” eine eigens eingerichtete Sonder-Straßenbahnlinie ans Oberforsthaus, wo das Fest stattfindet. Die bunt lackierte Straßenbahn ist, wie der Ebbelwoiexpress, eine Frankfurter Besonderheit des Straßenverkehrs.![]()
Entstanden ist der Wäldchestag aus dem mittelalterlichen Recht der Frankfurter Bürger an diesem Tag ins Wäldchen fahren zu dürfen, um sich einen Holzvorrat für den Winter anzulegen. Im neunzehnten Jahrhundert entstand aus diesem notwendigen Recht, dem Zusammentreffen im Wald und dem gemeinsamen Picknick das Volksfest des Wäldchestages.
Über die hessischen Grenzen hinaus bekannt wurde der Feiertag als der Wetterauer Schriftsteller Andreas Maier im Jahr 2001 sein Buch “Wäldchestag” veröffentlichte, und der komplett im Konjunktiv geschriebene Roman zum Bestseller wurde.
Um das Fest rentabel halten zu können findet es heute allerdings nicht mehr nur am Wäldchestag selbst, sondern auch am gesamten Pfingstwochenende statt. Echte Frankfurter gehen aber heute in den Stadtwald um ihren Nationalfeiertag im schönsten Maiwetter genießen zu können. [...mehr]
Die William Forsythe-Company tritt wieder in Frankfurt auf. Im Bockenheimer Depot ist ihr aktuelles Programm mit dem merkwürdig widersprüchlichen Titel “Yes we can’t” zu sehen.
Modernes Ballett ist ein Herausforderung, nicht nur für die Tänzer, sondern auch für das Publikum. Eine nicht immer nachvollziehbare, aufgelöste narrative Struktur und ein intensiver Tanz an den körperlichen Grenzen der Tänzer machen gleichzeitig dessen Reiz aus und erschweren den Zugang. Einer der wenigen Choreografen und Tänzer, die dennoch mit modernem Ballett überzeugen und begeistern können ist der US-Amerikaner William Forsythe, der seit 1973 in Deutschland lebt und nach seinem Engagement am Frankfurter Ballett immer wieder an den Main zurückkehrt und die kulturelle Landschaft bereichert. Er gilt als einer der Ur-Väter des modernen Balletts und seine Tänze sind auf internationalen Bühnen begehrt.
Im außergewöhnlichen Choreografieren Forsythes fügt sich kaum etwas zu einem Sinn zusammen, die Tänzer der Forsythe-Company tanzen mit abgehackte Stimm- und Körperübungen über die Bühne und nur wer auf das Zusammenfügen der Aufführung zu einer Erzählung verzichtet, kann den speziellen Reiz dieses äußerst körperlichen Flusses von Bewegungen spüren.
William Forsythe – Yes we can’t
7.-11. Mai, 20 Uhr
Bockenheimer Depot
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Am 9. September wird der Superstar Frankfurt mit seiner Anwesenheit beehren. Die Mainmetropole ist eine der drei Deutschlandstationen von Madonna, die unter anderem im Berliner Olympiastadion und in der Düsseldorfer LTU Arena zu sehen sein wird.
Die Karten für dieses Konzert der Superlative werden ab dem 21. Mai im Vorkauf der lokalen Anbieter sowie beim Online-Portal eventim ab 9 Uhr in der Früh erhältlich sein. Allerdings müssen die Fans des extrovertierten Stars satte 72 Euro bis 202,25 Euro für die Karten hinblättern, um bei diesem Live-Event dabei zu sein. Die Fans werden schon Stunden vor dem offiziellen Verkaufstermin sich Plätze sichern, um wirklich eine der begehrten Karten erwerben zu können.
Dafür können sich die Zuschauer auf eine bunte Mischung an Songs freuen, die sich zwar zu einem großen Teil aus dem aktuellen Album „Hard Candy“ rekrutieren, aber mit vielen Klassikern angereichert werden. So muss man sicherlich nicht auf „Papa Don’t Preach“, „I’ll Remember“, „Frozen“ und „Frozen“ verzichten.
Auf jeden Fall kann man sich schon richtig auf Madonna freuen, einer der letzten wirklichen Musik-Dinosaurier der Welt. [...mehr]
Lachen sei gesund und halte jung weiß der Volksmund, und dass es Spaß macht weiß jeder aus Erfahrung. Doch nicht genug, dass man ab und an mal über einen Witz lacht oder wegen dem schönen Wetter einfach gute Laune hat – wegen der positiven Energie und dem heilenden Effekt des Lachens war heute der 10. internationale Weltlachtag. Auch in Frankfurt wurde der gefeiert und zwar von Frankfurts höchsteigenem Lachclub. Ab Punkt 13.33 Uhr wurde gemeinsam gelacht – denn Lachen ist ja bekanntlich ansteckend. Anschließend gab es noch ein vergnügtes Picknick im Niddapark in Ginnheim.
Erfunden wurde der Weltlachtag 1998 von Dr. Madan Kataria, dem Begründer des Lach-Yoga-Bewegung. Die in den neunzigern in Indien gegründeten und mittlerweile internationalen Lach-Clubs erzählen sich dabei nicht einfach Witze, sondern machen gemeinsam Übungen, die zum Lachen anregen und dadurch freudespendende Körperstoffe ausstoßen und Stress abbauen. Der Anspruch des Weltlachtags ist dabei kein geringerer als die Welt zu verbessern – denn in einer Zeit, in der globale Angst vor Terrorismus, Krieg und Klimakatastrophen herrscht, hilft dem Frankfurter Lachclub zufolge schon ein befreiendes Lachen.
Wer sich in Frankfurt von der positiven Wirkung des Lachens überzeugen will, der braucht nicht auf den nächsten Weltlachtag zu warten. Jede Woche trifft sich der Lachclub im Freien um gemeinsam zu lachen und Spaß zu haben. Und wenn auch die Welt darüber nicht in ein einziges friedliches Lachen ausbrechen wird, ein bisschen gute Laune mag für den Anfang ja schon genügen. [...mehr]
Seit 1962 findet jedes Jahr am ersten Mai das Radrennen “Rund um den Henninger Turm” statt. Das Rennen ist dabei aber deutlich länger, als nur eine Runde um das inoffizielle Wahrzeichens von Sachsenhausen – Start und Ziel des Rennens befinden sich zwar in Frankfurt, dazwischen werden die Teilnehmer aber auf eine 200 km lange Strecke durch den hügeligen Taunus geschickt, an deren Ende schließlich dreimal der Henninger Turm umrundet wird. Neben dem Profirennen findet immer auch ein “Jedermann-Rennen” statt, bei dem auch ganz normale Frankfurter Radler ausprobieren können ob sie bei einem der wichtigsten deutschen Ein-Tages-Rennen bei Steigungen bis zu 26% mithalten können – allerdings bei weit kürzeren Strecken. Als Sieger ders Profirennens fuhr dieses Jahr zum zweiten Mal der Niederländer Karsten Kroon ins Ziel. [...mehr]
Heute ist der Vorabend des 1. Mai und das heißt der letzte Tag des regnerischen und wechselhaften Aprils. Ist der Mai gekommen, so lässt sich – zumindest traditionell – auf stabiles und sonniges Wetter hoffen und man feiert den Sieg des Frühlngs über den Winter.
Auch in Frankfurt wird heute abend überall die Ankunft des Mais mit zahlreichen Veranstaltungen gefeiert. Ein Fixpunkt für das Frankfurter Nachtleben stellt dabei der Tanz in den Mai im Tanzhaus West dar: auf vier Floors kann unter dem Motto “Freak, freak the funk out” bis in die frühen Morgenstunden gefeiert werden. Aber auch andere Veranstaltungen laden zum Feiern ein - wie das fünfjährige Jubiläum des zur Institution aufgestiegenen “Volkstanzkomittees”, das mit Balkan-Beats und tanzbarer globaler Folklore in den kleinen Sachsenhausener Club “Das Bett” lockt.
Der 1. Mai ist aber nicht nur ein Festtag wegen des guten Wetters, sondern auch ein internationaler Feiertag der Arbeit – so rufen Gewerkschaften morgen auch zu der Demonstration “Gute Arbeit muss drin sein! Nur gute Arbeit ist sozial.” auf. Ab 9.30 werden die Gewerkschafter auf dem Römerberg für höhere Löhne und mehr soziale Sicherheit. Diejenigen, die sich – wegen des Brummschädels? - nicht an der Demonstration beteiligen möchten, können dennoch den 1. Mai als politischen Tag würdigen – denn morgen eröffnet auch die Ausstellung “Die ‘68er. Kurzer Sommer – Lange Wirkung” im Historischen Museum. [...mehr]
Samstagnacht war ganz Frankfurt auf den Beinen, denn 49 Museen in ganz Frankfurt hatten bis tief in die Nacht geöffnet. Während der größte Trubel natürlich am Main, am Museumsufer herrschte pendelten Busse durch die ganze Stadt und brachten die kulturinteressierten Nachtschwärmer zu den in entlegeneren Ausstellungsräumen.
Nun kann man sich fragen, ob so eine Nacht wirklich der passende Rahmen ist in ein Museum zu gehen – wie will man aufnahmefähig bleiben, wenn man der Gelegenheit halber noch das zehnte Museum “mitnimmt”. So oder so, es gehört zum guten Ton sich an der Nacht der Museen zu beteiligen und vor allem die kleinen Museen profitieren davon – ins Polizeipräsidium verirrt sich nicht aller Tage jemand, um sich das Kriminalmuseum anzuschauen.
Das 16. Mal fand am Wochenende die Internationale Tattoo Convention auf dem Frankfurter Messegelände statt. Über 300 Tätowierer aus der ganzen Welt zeigten an über 40 Ständen ihr Handwerk.
Ein besonderer Schwerpunkt lag dieses Jahr auf der japanischen Tätowierkunst – so dass neben hochmoderner Tätowiertechnik auch die traditionelle “handgemachte” Form des Jahrtausende alten Brauchs, sich bleibende Bilder unter die Haut stechen zu lassen, auf der Messe vertreten war. Das Japan-Special prägte dabei auch das Rahmenprogramm der Messe, das – wie könnte es anders sein – von der etwas handfesteren Sorte war: Bondage-Shows und japanische Schwertkämpfer konnten das Publikum beeindrucken.
Aus den alten, zumeist rituell bedeutsamen Tätowierungen, die man sich mit schmerzhaften Schnitten, heißen Nadeln und in die Wunde geriebener Tinte oder Kohle beibrachte, ist heute ein ungefährlicher Modetrend geworden, dessen einzige Gefahr darin besteht, dass man sich in der Motivwahl für das Falsche entschieden hat. Doch hat man sich entschieden, so ist es dringend geraten, sich einen vertrauenswürdigen Tätowierer zu suchen der nicht nur sein Handwerk versteht, sondern seine Kunden auch berät. Was sie könnne, das zeigten die 300 Tätowierer am Wochenende – der Gewinner des Wettbewerbs wird jedoch erst im Mai bekannt gegeben [...mehr]
Nachdem gestern am gefühlsmäßig ersten richtig schönen Tag des Jahres die Frankfurter das Mainufer bevölkerten, mit einem Eis spazieren gingen oder in den Park zu bolzen, stellt sich nicht nur die Freude über den Wetterwechsel ein, sondern auch die Frage nach dem Klimawandel. Denn der findet nicht nur abstrakt in weiter ferner, sondern tatsächlich auch in der Mainmetropole statt. Deshalb widmet das Frankfurter Umweltamt dieses Jahr dem Thema Klimawanderl mit der Reihe “Frankfurt bleib(t) cool” vier Veranstaltungen. Die prognostizieren Folgen der globalen Erwärmung für Mitteleuropa sind nicht nur ein Abschmelzen der Gletscher, immer stärkere Regenstürme und eine Gefährdung der Wälder, sondern auch solche, die sich im Frankfurter Stadtbild bemerkbar machen können.

Im kalten Februar fand bereits die Veranstaltung “Hitzestress oder Wohlfülsommer” statt. Die drei Veranstaltungen die uns noch ins Haus stehen, tragen die Titel “H2O-Kreislaufprobleme im Klimawandel”, “Steppe oder Regenwald” und “Licht und Schatten”. Hinter dem ersten Titel verbirgt sich die Frage nach veränderten Niederschlagsbedingungen, also dem Phänomen der trockeneren Sommer und regenreichen Winter – für Frankfurt birgt das nicht nur die Gefahr von Überschwemmungen, sondern auch die von Problemen der Wasserversorgung in trockenen Zeiten. In den weiteren Blöcken geht es um die Frage wie sich die Frankfurter Grünflächen und deren Pflanzen in den kommenden Jahren und Jahrzenten ändern könnten und außerdem um die Frage wie Stadtplanung und Architektur auf veränderte Wetterbedingungen reagieren können.
Die Veranstaltungen finden jeweils zwischen 18 und 20 Uhr im Siesmayersaal des Palmengartens statt.
27. 5. “H2O-Kreislaufprobleme im Klimawandel”
30.9. “Steppe oder Regenwald”
18.11. “Licht und Schatten” [...mehr]




