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Diesen Artikel der Frankfurter Rundschau fand ich sehr interessant. Es geht darum, dass in der Goethe-Universität islamischen Studenten ein Platz zum Beten bereitet wird. Dieser sei “ein Teil vom Flur, der mit einem Sichtschutz abgetrennt ist.” Das hat die IHG, die Islamische Hochschulgemeinde in Frankfurt, möglich gemacht.

Ist das zu begrüßen? Ich musste mich ehrlich gesagt kurz überwinden, weil ich mir vorgestellt habe, was wäre, wenn man allen Religionen Platz in der Universität verschafft. Da bräuchte es eine Kapelle für Christen, einen Tempel für die Buddhisten.. an meiner Polemik sieht man schon, dass ich von Bedürfnissen bestimmter Religionen nicht allzu viel verstehe.

Trotzdem, die Frage bleibt: Soll man auf die Bedürfnisse der Islamgläubigen an einer deutschen Uni eingehen oder nicht?

Ich denke, mit einem “Teil vom Flur” ist kein ungerechtfertigt großer Aufwand betrieben worden. Außerdem scheint es, zumindest der Rundschau-Artikel stellt das so dar, als müsste ein islamgläubiger Student täglich beten, egal, ob jetzt Platz dafür da ist, oder nicht. Das rechtfertigt meiner Meinung nach die getroffene Lösung, weil sie die Studenten nicht mehr der Öffentlichkeit aussetzt, bei so etwas privatem wie dem Gebet.

Auf der anderen Seite sorgt eine Abgrenzung, und sei sie noch so gering wie ein Sichtschutz zum Beten, natürlich für Misstrauen. Gerade zur Zeit, wo die Medien voller ISLAMGEFAHR (in roten Großbuchstaben) sind, ist es leicht, eine Meldung wie diese in den falschen Hals zu bekommen.

Ich halte diesen Schritt trotzdem für richtig. Integration heißt eben, Kompromisse zu finden.

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Nach dem langen und zähen Ringen um die Besetzung des hessischen Regierung ist jetzt endlich klar, wen Hessen gewählt hat! Von wegen. Selten hat man so viel Chaos und Nebeneffekte bei einer Landtagswahl gehabt. So chaotisch wie diese Einleitung präsentierte sich nämlich auch die Entscheidung, wer mit wem wo wie wann und warum in Hessen regieren möchte und nicht möchte.

Die Hessen Wahl 08 - Ein großer Zirkus © flickr / *** Fanch The System !!! ***

Den Anfang machte Roland Koch mit seiner Kampagne um jugendliche Straftäter. Dann sah es so aus, als sei Ypsilanti Siegerin, die Landesmutti hätte jetzt nur noch den Thron besteigen und die CDU in die Opposition verbannen müssen. Aber nein: Ein TieIn, Ypsilanti will die Regierung retten, Koalition mit den Linken, ein SPD-Mitglied verweigert diese und das reicht bereits, um den sehr knappen Wahlausgang eben nicht zu entscheiden.

Frust allenthalben. Interessanter Nebeneffekt: Frau Ypsilanti fordert Frau Dagmar Metzger, die sich gegen den Kurs mit den Linken und damit gegen ihre gesamte Partei stellte, mehr oder weniger direkt auf, ihr Mandat niederzulegen. Demokratie ahoi! Frau Metzger darf sich seitdem übrigens über Telefonterror nebst Morddrohungen freuen. Ist ja auch eine Schweinerei, seine eigene Meinung vertreten zu wollen…

Jedenfalls ist Ypsilanti samt SPD jetzt in Richtung Opposition abgedriftet und Roland Koch darf noch eine Weile regieren. Der findet die momentane Situation nicht gut – schwer verständlich irgendwie, schließlich ist er trotz verlorener Wahl immer noch im Amt. Die CDU versucht jetzt, eine Jamaica-Koalition mit der FDP und den Grünen auf die Beine zu stellen. Das wollen aber die Grünen nicht. Eine eventuelle Möglichkeit wäre auch, statt Koch Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth aufzustellen.

Irgendwie macht die Politik in Hessen zur Zeit den Eindruck völliger Hilflosigkeit. Koch lacht sich ins Fäustchen, Ypsilanti trauert von der Bank aus, und die kleinen Parteien hüpfen als hechelnde Hunde um die Hosenbeine der Großen, weil sie endlich auch mal Aufmerksamkeit bekommen. Was da zwangsläufig auf der Strecke bleibt: Politiker, die ihre Aufgaben wahrnehmen.

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Petra Roth © wikimediaOberbürgermeisterin Petra Roth sagt Ja. In ihrem Appell an das Bundesgesundheitsministerium setzt sie sich dafür ein, die Förderung für das Projekt zur Unterstützung Schwerstabhängier mit Diamorphin fortzusetzen. Nach dem jetzigen Stand läuft die Bundesförderung am 29. Februar 2008 aus.

Laut Roth existiert ein Gesetzesentwurf der Länder Hessen, Niedersachsen und Hamburg, der eine gesetzliche Regelung der Vergabe von Heroin vorsieht. Nur wenn dieser im Bundestag beraten werde, sei es auch für die Krankenkassen möglich, das Problem zu berücksichtigen.

In Frankfurt selbst ist die Heroinvergabe bis 2010 durch eine Ausnahmegenehmigung gesichert. Aktuell werden 85 Personen auf diese Weise betreut. Eine relativ kleine Zahl also, doch stellt das Programm einen Anfang dar.

Die Beschaffungskriminalität von Drogenabhängigen wird sicherlich sinken, sollte hier noch mehr investiert werden. Somit stellt die Vergabe von Heroin an Abhängige eine letzte Möglichkeit für Süchtige da, Hilfe zu bekommen. Ich finde gut zu sehen, wie Frankfurt an der Problematik von Drogensucht und Kriminalität arbeitet, mal mit mehr, mal mit weniger Fingerspitzengefühl.

Ist ja auch ein Thema, was nicht ganz einfach zu handhaben ist, dieser Appell hat mir Frau Roth aber schon sympathischer gemacht. Eine Oberbürgermeisterin, die sich öffentlich mit dem Thema beschäftigt, ist mir allemal lieber als ein Politiker im gleichen Amt, der vor allem durch rhetorisches Können und Partygehabe auf sich aufmerksam macht. In sofern bin ich vielleicht sogar ein bisschen stolz auf Frankfurt.    [...mehr]


Der Frankfurter Flughafen ist der größte Flughafen Deutschlands, sowohl was die Verkehrszahlen als auch die Fläche angeht. In der Rangliste innerhalb Deutschlands folgen der Münchner Flughafen, danach kommt Berlin.

Die Frage ist: Bleibt das so? Gerade mit dem Ausbau des BBI, der ja bekanntlich für einigen Wirbel sorgte und unter anderem das Volksbegehren Flughafen Tempelhof nach sich zog, wächst ein zukünftig starker Konkurrenzpartner des Flughafen Frankfurt heran. Auf der anderen Seite sorgt Frankfurts Status als Finanzmetropole im Gegensatz zum eher durchwachsenen Öffentlichkeitsbild der Hauptstadt natürlich dafür, dass sich der Finanzverkehr weiterhin auf die Stadt am Main konzentrieren wird.

Im Moment ist an der Vormachtstellung des Flughafens sowieso nicht zu rütteln, aber der Blick auf die emsigen Bauvorhaben in anderen großen Städten wirft die Frage auf, ob das so bleiben wird.    [...mehr]


Bis 2017 soll im Westen Frankfurts ein neuer Stadtbezirk entstanden sein: Frankfurt Riedberg.

Die Planer des Bauprojektes, welches von der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder finanziert wird, haben sich einiges vorgenommen. Parks, Wohnanlagen, sowie die komplette Infrastruktur eines Stadtteils müssen neu geschaffen werden. Dabei soll sich der Stadtteil in Kooperation mit der Frankfurter Universität präsentieren und mit einer Verbindung von Wissenschaft und Lebensqualität werben.

Im Zuge dessen entstand der neue Campus Riedberg der Johann Wolfgang Goethe Universität, auf dem sich bis Ende 2008 alle naturwissenschaftlichen Fakultäten befinden werden.

Für Studenten, die Immobilien in Frankfurt suchen, bietet der neue Stadtteil damit ebenso Möglichkeiten, wie für Forscher, die sich für Arbeit im neuen Wissenschaftszentrum interessieren. Im Zuge des Projektes werden außerdem bis zu 3000 neue Arbeitsplätze entstehen.
Die Chancen stehen gut, dass der sogenannte „Science- Life- Cluster“ Frankfurt- Riedberg den Erwartungen gerecht wird, die sowohl von Investorenseite als auch von den Bürgern an ihn gestellt werden.

Der Standort Frankfurt bietet mit seiner hohen Dichte an Unternehmen die perfekte Voraussetzung für eine Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Sollte die funktionieren, steht einer erfolgreichen Besiedlung der Neubauten nichts mehr im Wege.    [...mehr]


Regierungskrise? Schön wär’s!


In Italien zerbricht zurzeit die Regierungskoalition, ach was - sie ist längst zerbrochen; und der ehemalige Premier Berlusconi hat jüngst, ganz frei von historisch bedingtem Taktgefühl, den “Marsch auf Rom” verkündet.

Von dergleichen pathetischer hemdsärmeliger Politik können wir in Hessen nur träumen: Eine Regierung wird’s wohl vorerst nicht geben. Der “Spiegel” will gar wissen, dass Roland Koch sich bereits auf weitere “Monate” im Amt gefasst macht. Nun ja.

Jedenfalls will die SPD partout nicht mit der Linken, dafür aber mit der FDP, die sich eigentlich lieber in der Opposition sähe - kurzum: Momentan ist keine funktionstüchtige Regierungsmehrheit zu haben. Die Option Minderheitsregierung mit Duldung durch die Linke-Fraktion scheint vorerst auch vom Tisch.

Wenn Sie mitgezählt haben, bleibt jetzt eigentlich nur noch eine praktikable Lösung: Die Große Koalition. Wie man so was macht, ist zurzeit in Berlin nicht zu beobachten. Allerdings hat auch diese Option einen Haken: Die Sozialdemokraten haben unmissverständlich klargemacht, dass sie mit Herrn Koch nicht zusammenarbeiten wollen. Er müsste also unbedingt den (Regierungs-)Löffel abgeben; und entsprechend sägen und hacken die Unionisten gerade an seinem Thron. Ob sie Erfolg haben werden?    [...mehr]


Das Leben ist voller Entscheidungen und diese beginnen für einige bedauernswerte Menschen bereits in frühester Kindheit. Was tun, wenn Vater und Mutter sich aufgrund unterschiedlich interpretierter Farbenlehre dermaßen unversöhnlich gegenüber stehen, dass nur noch eine Scheidung hilft und man als Kind gefragt wird, bei wem man denn wohnen möchte.

Ich habe mir vorgestellt, wie ich als gemeinsames Kind von Andrea Ypsilanti und Roland Koch entscheiden würde. Nun, erst mal würde ich mich reich beschenken und bestechen lassen: Mindestlohn von Mama und totale Sicherheit in den U-Bahnen von Papa. Nur, wäre das schon ausreichend? Nein, denn nur Geschenke machen ja nicht glücklich und einen dermaßen strengen oder sagen wir wertkonservativen Vater zu haben, der einen wohl letztendlich abschieben ließe, sobald man mal über die Strenge schlüge, können alle Geschenke der Welt nicht aufwiegen. Mama Ypsilanti hingegen wäre da wohl sehr viel nachsichtiger, wenn aber auch sie wenig Zeit für mich hätte. Also müsste ich mich selbst beschäftigen und mir ein paar Yps-Hefte kaufen, so wie jenes Heft Nr. 142, welches einen echten Marsch-Kompass als Gimmick hatte. Den würde ich dann Papa schenken, damit er den Weg aus der Staatskanzlei Richtung Ruhestand nicht auch noch einen Umweg über Berlin nimmt.



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“Frankfurt – Soziale Stadt – Neue Nachbarschaften” ist eine kommunale Initiative zur Verbesserung der Lebensqualität in einigen ausgewählten Wohnquartieren von Frankfurt. Ende des Jahres 1999 hat die Stadtverordnetenversammlung von Frankfurt beschlossen, das Programm zur Stärkung des sozialen Zusammenhaltes und zur Verbesserung der Wohn- sowie Lebensqualität ins Leben zu rufen.

Nach der fünfjährigen Bilanz stellte man erfreut fest, dass die Entwicklung in den ausgewählten Gebieten Sossenheim, Fechenheim, Goldstein, Ginnheim, Bonames und Preungesheim durchweg positiv ist. Durch die Sanierung von stadteigenen Immobilien wie Wohnhäuser und Gewerbezentren wurde neuer attraktiver Wohnraum geschaffen. Die eingesetzten „Quartiermanager“ initiieren Zusammenkünfte zwischen den Bewohnern, dienen als direkter Ansprechpartner und organisieren Feste. Die Herkunft und soziale Stellung der einzelnen Personen stand bei der Integration in der Vereinsarbeit oder der Organisation nie im Vordergrund, weshalb schnell interkulturelle Hemmnisse abgebaut wurden. Es entstand ein neues Gemeinschafts-l und Nachbarschaftsgefühl in den Wohngebieten.

Besonders erfolgreich war man auf dem Gebiet der Wohnumfeldverbesserung. Durch das Errichten von Kinderspielplätzen, neuer Grünanlagen und Sportplätze schuf man nicht nur neue Freizeitmöglichkeiten, sondern wertete die Frankfurter Immobilien im allgemeinen auf. Die Wohnquartiere wurden auch wieder für Außenstehende attraktiver, die wiederum neue Impulse in das Gemeinschaftsleben einbrachten.
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ank des durchschlagenden Erfolges „Frankfurt – Soziale Stadt – Neue Nachbarschaften“ hat man beschlossen, weitere Quartiere in das Programm mit aufzunehmen.    [...mehr]


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