Am 12.02.2010 wird Filmgeschichte so hautnah erlebbar sein wie noch nie zuvor: Rund 80 Jahre nach der Uraufführung ist es gelungen Fritz Langs “Metropolis” nicht nur zu restaurieren, sondern das Werk erstmals vollständig zu zeigen. Zeitgleich zum Auftakt der Berlinale zeigen die Alte Oper Frankfurt und der Friedrichstadtpalast Berlin den Klassiker in seiner restaurierten Fassung von 2010.

“Metropolis” ist eine düstere Zukunftsvision nach einem Drehbuch von Thea von Harbou und Fritz Lang, die 1927 in Berlin uraufgeführt wurde. Wie in vielen Dystopien – den negativen Utopien – wird das Bild einer streng hierarchisch strukturierten Gesellschaft gezeichnet, die von einem Alleinherrscher kontrolliert wird. Hinzu kommt bei Langs Film die Vision der allmächtigen Maschinen, die den Menschen zu einem kleinen Rädchen ihrer selbst degradieren.

Als wegweisend für die Filmgeschichte gelten die futuristische Architektur und Kulisse. Erstmals waren in einem Film Filmtelefon und Roboter zu sehen. Damit legte Lang einerseits den Grundstein für den modernen Science Fiction Film und knüpfte andererseits in seiner perfekten Inszenierung an literarische Dystopien wie H. G. Wells “Die Zeitmaschine” (1895) an, bzw. stellte die Weichen für die später erscheinenden Romane “Brave New World” (1932) von A. Huxley oder “1984″ (1949) von G. Orwell.    [...mehr]


In einer Umgebung wie Frankfurt, die sich über Wirtschaft, Kultur und stetiges Vorwärtsgehen definiert und sich als Drehkreuz Europas versteht, muss man heute schon gucken, wo man die kleinen Oasen der Entspannung findet.

Neben Ausflügen ins Grüne, beispielsweise in den Palmengarten, oder einem guten Essen in einem schönen Ambiente bieten sich außerdem einige Wellnesstempel, sprich Bäder und Saunen, an, von denen ich inzwischen einige besucht habe.

So bietet beispielsweise die Bäderbetriebe Frankfurt GmbH mehrere Schwimm- und Erlebnisbäder im Großraum Rhein-Main an. Besucht habe ich davon die Titus-Thermen und das Rebstockbad.
Beide haben ihren eigenen Charme und zeichnen sich durch ihren Stil aus. Die Titus Thermen orientieren sich an dem Ursprung abendländischer Badekultur: Rom.
Im liebevoll gestalteten Saunabereich wirkt das Ambiente wohltuend und verführerisch auf drei Ebenen. Vom Schneeparadies über Dampfbad bis zur 90°C Sauna und einem kalten Schwimmbecken im Atriumstil bietet die Titus Therme alles, was das Herz begehrt. Auf dem Dach bietet sich außerdem die Möglichkeit sich abzukühlen oder im Whirlpool zu entspannen.
Der Schwimmbereich ist mit Rutsche, Grotte und Wasserstrudel vor allem für Kinder interessant.

Das Rebstockbad in der Nähe der Messe Frankfurt lädt seine Besucher nach Asien ein. Das Interieur zeichnet sich durch glatte Steinflächen und fernöstliches Design aus. Auch hier gibt es eine Schneekammer, einen schön gestalteten Außenbereich mit kaltem Schwimmbecken und Whirlpool, sowie Saunen bis 100°C.
Wie auch in den Titus Thermen werden hier Massagen angeboten; und eine integrierte Bar kümmert sich um das leibliche Wohl der Gäste. Der Schwimmbereich bietet neben der Rutsche auch ein Wellenbad.

Die Rhein-Main-Therme gehört nicht zu den Bäderbetrieben, bietet aber keine weniger schöne Sauna. Auch hier wird in einer schönen Saunalandschaft, die sich ebenfalls am alten Rom orientiert, geschwitzt: Wunderschön besonders die Kelo-Sauna im Außenbereich. Leider sind hier die Ruhegelegenheiten doch recht eng, sodass sich in den Ausruhphasen der Eindruck von einem Bahnhof einschleicht. Nichtsdestotrotz hat die Rhein-Main-Therme einiges zu bieten, sodass man sich hier seine wohltuende Wellnessinsel findet.

Weitere Informationen zu Saunen und Bädern der Bäderbetriebe Frankfurt GmbH:

Titus Thermen
im Nordwestzentrum
Walter-Möller-Platz 2
60439 Frankfurt am Main
Tel.: 069 / 27 10 89 12 00
Fitness-Center
Tel.: 069 / 27 10 89 12 08
info@bbf-frankfurt.de

Rebstockbad
Zum Rebstockbad 7
60486 Frankfurt am Main
Tel.: 069 / 27 10 89 11 00
info@bbf-frankfurt.de

Weitere Informationen zur Rhein-Main-Therme:

Niederhofheimer Straße 67
65719 Hofheim
Telefon: 06192-977790
Telefax: 06192-9777999
E-Mail: info@rheinmaintherme.de

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Noch gibt es Karten! Noch haben wir die Chance uns Plätze für das “Event des Jahres” zu sichern.
Frank Schätzing geht auf große Lesereise und wird auch in Frankfurt am Main Halt machen um uns eine multimediale Show passend zu seinem neuen Roman “Limit” zu präsentieren.

Der ganz große Durchbruch mit über 3,8 Millionen verkauften Exemplaren und der Übersetzung in 27 Sprachen gelang ihm 2004 mit seinem Bestseller “Der Schwarm”. Hier widmete er sich den Tiefen des Meeres und ließ die Rache der Erde an den Menschen in einer packenden, atemlosen Geschichte auf über 1000 Seiten Wirklichkeit werden. Dabei überzeugte das Buch dank der gelungenen Mischung aus Charakteren und akribischer Recherche, die auch den letzten Zweifler überzeugen konnte: Das düstere Bild, das er hier zeichnet, kann wirklich passieren.

In seinem neuen Buch “Limit”, das im Oktober 2009 erschienen ist und im Jahre 2025 spielt, verlässt Schätzing die Erde und verlegt einen Teil der Handlung auf den Mond, der dank eines High-Tech-Programms wichtigster Energielieferant für die Erde geworden ist. Die USA und China wetteifern um die Vormachtstellung. Gleichzeitig verschlägt es den Privatdetektiv Owen Jericho nach Shanghai um dort eine gewisse Yoyo zu fassen, die offenbar im Besitz sehr brisanter Akten ist und von Killern verfolgt wird. Diese Verfolgung wird zu einer atemberaubenden Jagd über den gesamten Erdball und verspricht Unterhaltung erster Klasse.

Das Buch wird nun auch live vorgestellt: Verlag und Autor versprechen eine Show aus multimedialen Spezialeffekten, Einspielern, Filmsequenzen und Dialogen, untermalt von Musik, die Multitalent Schätzing eigens für diesen Event, der am 01. März 2010 in der Alten Oper stattfindet, komponiert hat.

Noch sind hier Karten ( ab 20,90€) zu bekommen.

Frank Schätzing: Limit live.
01.03.2010, 20:00h
Alte Oper Frankfurt

Das Buch ist bei Kiepenheuer & Witsch erschienen.
ISBN: 978-3-462-03704-3
Erscheinungsdatum: 05. Oktober 2009

1328 Seiten, Gebunden
Euro (D) 26.00 | sFr 44.50 | Euro (A) 26.80    [...mehr]


Caricatura in Frankfurt – Ein komisches Museum, ein Museum für Komische Kunst und Familienmitglied des Historischen Museums Frankfurt am Main. Für Liebhaber von scharfer bis seichter Satire ein Pflichtprogramm in der Main-Metropole.

Caricatura Museum in Frankfurt ©Caricatura Museum in Frankfurt

Das Frankfurter Caricatura Museum verdankt seine Entstehung und seinen Namen den Begründern der bekanntesten deutschen Satirezeitungen Pardon und Titanic. Im Jahr 2008 wurde das Museum eröffnet. In ihm werden in der Dauerausstellung Werke der Satiriker, Cartoonisten und Künstler der Neuen Frankfurter Schule, wie F. W. Bernstein, Robert Gernhardt, Chlodwig Poth, Hans Traxler und F. K. Waechter. In der Medienlounge werden die filmischen und literarischen Ausflüge der Zeichner gezeigt.

Caricatura Museum in Frankfurt: Archiv der Satire in Deutschland

4.000 Originale der satirischen Zeichner F. W. Bernstein, Robert Gernhardt, Chlodwig Poth und Hans Traxler und 3.500 Werke weiterer Karikaturisten, vorzugsweise die der Neuen Frankfurter Schule, sind im Museum zu sehen. Darüber hinaus veranstaltet das Museum Lesungen, Buchvorstellungen und komische Theaterstücke.

Titanic-Wechselausstellung: „Das Erstbeste aus 30 Jahren“

Nur noch zehn Tage ist die Ausstellung des satirischen Best-of des Titanic-Magazins zu sehen. Die Gründer der Zeitschrift sind stolz auf ihren Ruf: „Als Grenzgänger des guten Geschmacks wie auch des juristisch Erlaubten ist TITANIC die verbotenste Zeitschrift Deutschlands. Seit der Gründung wurden mehr als 35 Hefte vom Markt geklagt, sündhaft teure Prozesse brachten das Magazin mehr als einmal in finanzielle Schwierigkeiten.“    [...mehr]


Auch in diesem Jahr stehen wieder unzählige Abiturienten und Abiturientinnen vor dem Problem, sich an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main bewerben zu wollen, und nicht genau zu wissen, wie dieses Verfahren eigentlich vonstatten geht.

Wer sich für die Uni in Frankfurt bewerben möchte, der sollte sich vorab genau informieren, welche Unterlagen benötigt werden und ob es bestimmte Fristen gibt, die eingehalten werden müssen oder ob man bei bestimmenten Fächern einen Einstellungstest absolvieren muss. Nicht jeder angestrebte Studiengang stellt hierbei die gleichen Bedingungen, so gibt es Studienfächer bei denen es keine Zulassungsbeschränkung gibt, andere wiederum benötigen eine Bewerbung und das schon lange bevor das Semester beginnt. Für einige Studienfächer, wie etwa Sport, Anglistik und Kunst, müssen vorab Eignungstests absolviert werden.

Die Uni Frankfurt bietet eine Vielzahl von Studienfächern

Die Goethe-Universität Frankfurt a.M. bietet ihren zur Zeit 38.000 Studenten die Möglichkeit 170 Studiengänge aus 16 Fachbereichen auswählen zu können.    [...mehr]


Heute beginnt sie, die Heimtextilmesse 2010, auf dem Messegelände Frankfurts. Über 2500 Aussteller aus 60 Ländern präsentieren Trends und Neuheiten der Branche, und wie sich durch Textilien Bett, Bad, Tisch sowie Fenster, Wand, Boden, Möbel und Dekoration aufmöbeln lassen.

Die Heimtextil, die noch bis Samstag, 16.01.2010 dauern wird und traditionell das Messejahr in Frankfurt einläutet, ist die international bedeutendste Handels- und Marketingplattform der Branche. 2140 der Aussteller stammen aus dem Ausland, 381 Unternehmen sind aus Deutschland, das bedeutet einen der größten internationalen Anteile seit Bestehen der Messe.
Die Top Ten der Aussteller sind neben Deutschland Türkei, Italien, Frankreich, Spanien, Belgien und Portugal. Aus Asien sind vor allem Indien, China, Pakistan, Taiwan und Hongkong stark vertreten.

Trends 2010/11

Farblich liegen “Absinth”- und “Rotwein”-Farben vorn. Nach wie vor gibt ein dunkles Lila den Ton an, ebenso bordeaux-rot. Trendtechnisch stehen vier Themen im Mittelpunkt der Messe: Futuristic konzentriert sich - gar nicht futuristisch - auf feines Flechtwerk und schaumiges Volumen sowie auf Natur- und Erdfarben. Temptation beschäftigt sich mit Gegensätzen von Materialien wie etwa transparentem, farbigem Kunststoff, klassischen Bordüren und Posamenten und zeigt die wiederentdeckte Freiheit der Kreativität, um eine geheimnisvolle Atmosphäre der Phantasie zu schaffen. Hypernature schafft eine Symbiose zwischen Sinnlichkeit und Innovation. Natürliche Materialien bringen Frische ins städtische Leben. Intuituion zeigt in bunter, zeitgenössischer Farbe spontane Kreativität – verschiedene Muster aus unterschiedlichen Kulturen spiegeln die universelle Sprache wider.

Im Fokus steht im Bereich Material die “Nachhaltigkeit” der Stoffe: Objekttextilien sollten bestimmte Eigenschaften mitbringen (flammhemmend, geruchsneutralisierend, …), außerdem wird das Thema Sonnenschutz (innen und außen liegend) aus Gründen der Energieeinsparung
(Klimaanlagen) ein weltweites Thema. Auch ganz neue textile Applikationen wie z.B. wärmedämmende Tapeten oder schalldämpfende Textilien im Bodenbelagsbereich profitieren von diesemTrend. Die Sanierung von Altbauten oder Wohnungen schafft zusätzliche Nachfrage nach Textilien mit Funktion z.B. in der Wand- und Deckensanierung.

“Samstag der Sinne”

Für alle interessierten Hobbyeinrichter findet auch in diesem Jahr zum Abschluss der Messe am Samstag, den 16.01.2010 die “Heimtextil goes City” statt, an der der sich mehr als 30 Geschäfte beteiligen: Frankfurter Raumausstatter, Bettenfachgeschäfte, Buchhandlungen und Galerien öffnen unter dem Motto „Stil“, von 9 bis 18 Uhr ihre Türen und zeigen inspirierende Kreationen, innovative Materialien und neuste Wohnmode-Trends.    [...mehr]


Die Saison des Eislaufens, Ski- und Snowboardens sowie Schlittenfahrens hat endgültig begonnen. Tief Daisy hat uns nicht nur Probleme im (öffentlichen) Nahverkehr beschert, sondern auch eine eiskalte und wunderschöne Winterlandschaft. Was den Autofahrer ärgert, freut den Wintersportler umso mehr: Jetzt müssen wir nicht mehr weit fahren, um dem ein oder anderen Sport nachzugehen.

Bis vor wenigen Tagen konnten die Frankfurter auf dem Platz vor der alten Oper noch Schlittschuhlaufen, doch nach dem Abbau der Eisbahn dort gibt es noch genug andere Möglichkeiten: Zum Schlittschuhlaufen lädt die Eissporthalle Frankfurt ein. Sie organisiert regelmäßig Events wie zum Beispiel die Eisdisco am Samstag, 16.01.10 mit aktueller Musik und dem Besten der 80er und 90er.
Auch tagsüber hat die Halle einiges zu bieten: Mehr als 9000 Quadratmeter Eisfläche innen und außen garantieren Spaß für die ganze Familie.

Wer sich nicht so gern aufs Glatteis führen lässt, sondern lieber auf den Brettern steht, die die Welt bedeuten, geht vielleicht lieber in den Taunus, der jetzt zum Skilaufen und Rodeln einlädt. Erfahrene Wintersportler nehmen den Großen Feldberg, den größten Berg des Taunusgebiets; Kinder und Anfänger sind auf dem Treisberg bei Schmitten gut aufgehoben. Hier darf auch gerodelt werden!
Ausrüstung wird von verschiedenen Sportgeschäften in Oberursel und Bad Homburg auch verliehen; in Schmitten gibt es darüber hinaus auch eine Skischule, die wochenends Alpinkurse anbietet.

Wer überhaupt keinen Spaß am Skilauf hat, kann auch zu Fuß den Taunus-Skiwanderweg entlang gehen. Er beginnt am Römerkastell Saalburg und verläuft über insgesamt 30km bis nach Weilrod/Rod an der Weil. Wer der gesamte Weg zu weit ist, kann sich die Strecke auch in Etappen einteilen, mehr dazu unten bei den Infos.

Weitere Informationen zur Eissporthalle finden Sie hier.
Am Bornheimer Hang 4
60386 Frankfurt am Main

Eisdisco am 16.01.10 ab 20:00h
6€ / 4€ ermäßigt + jew. 1€ Discozuschlag

Informationen zum Naherholungsgebiet Taunus mit Liften und weiteren Hinweisen über Pisten, Lifte, Loipen und den Skiwanderweg erhalten Sie hier.
Unter (01 78) 6 64 54 06 und (0 60 02) 75 72 ist ein Infotelefon über die Skilifte eingerichtet.

Skikurse:
Skischule
Ski-Club Taunus-Skihütte Alpin und Langlauf (nur auf Anfrage)
Geschäftsstelle
Heidetränkweg 4
61389 Schmitten
Telefon (0 61 72) 71 32 7

Alpinkurse Samstag: 14.00 bis 16.00 Uhr
und Sonntag: 10.00 bis 12.00 Uhr und 13.00 bis 15.00 Uhr.
Treffpunkt: ehemaliges Brennerhaus in Schmitten    [...mehr]


Frankfurt ist mit seinem Museumsufer die Stadt der Museen; Metropole der Kultur im Herzen Europas. Hier werden die großen Namen ausgestellt und fremde Kulturen innerhalb der Museumsmauern präsentiert.

Skulpturen der Mao-Zeit fühlen sich in der Stadt am Main ebenso zuhause wie Botticelli.

Caricatura Museum (c) Greser und Lenz

Doch nicht nur “klassische” Museen hat Frankfurt zu bieten: Die Satiremagazine “Titanic” und “Pardon” sind hier beheimatet, und so verwundert es nicht, dass hier im Oktober 2008 das caricatura-Museum eröffnet wurde, das Museum für Komische Kunst. Es gehört als eigene Abteilung zum Museum für Historische Kunst und bringt seitdem seine Besucher zum Lachen.

In seiner ständigen Ausstellung werden mehr als 4000 Originale von F. W. Bernstein, Robert Gernhardt, Chlodwig Poth, F. K. Wächter und Hans Traxler gezeigt. Von Letzterem stammt die Elch-Karikatur “Die schärfsten Kritiker der Elche waren früher selber welche.” Gemeinsam mit den Autoren Bernd Eilert, Eckhard Henscheid und Peter Knorr bilden diese die Neue Frankfurter Schule; für den ver- bzw. gebildeten Leser unschwer als Antwort auf die Frankfurter Schule und die Kritische Theorie von Adorno und Horkheimer erkennbar. Sie haben sich allerdings nicht der Gesellschaftskritik, sondern dem Unterlaufen der Sinnhaftigkeit und der systematischen Sinnverweigerung verschrieben, wie ihre Werke beweisen.

Das Caricatura ist aber nicht (nur) das Haus- und Hofmuseum der Neuen Frankfurter Schule: Über 3500 weitere Zeichnungen weiterer Karikaturisten sind hier zu sehen, darunter Werke von Mussil und Marie Marcks. Außerdem unterstützt es Live-Veranstaltungen, bei denen viel gelacht werden darf: So werden beispielsweise am kommenden Donnerstag, 14.01.2010, Rudi Hurzlmeier und Oliver Maria Schmitt ein “spaciges Lesevergnügen” vorstellen und ihr Buch “Das Urknall-Komplott” präsentieren. Besucher dürfen sich auf einen unterhaltsamen Abend freuen, der Nonsens und Krimi im Weltraummilieu verbindet.

Buchcover "Das Urknall-Komplott" (c) edel-Verlag

Außerdem läuft noch bis zum 31.01.2010 die Ausstellung “TITANIC – Das Erstbeste aus 30 Jahren”. Zum 30jährigen Geburtstag des bekanntesten deutschen Satiremagazins hat das Museum aus über 25000 Druckseiten Kurioses, Irres, Verwegenes, Verwesendes und Verbotenes ausgewählt. Auf zwei Etagen werden Artikel, Objekte und Gemälde der vergangenen 10 Jahre gezeigt; außerdem “Pionierleistungen” aus der Gründerzeit des Magazins.

Weitere Informationen finden Sie hier:

Caricatura Museum Frankfurt
Museum für Komische Kunst
Weckmarkt 17
60311 Frankfurt am Main

Mo geschlossen
Di-So 10h-18h
Mi 10h-21h
5€/2,50€ ermäßigt

Lesung “Das Urknall-Komplott” am 14.01.2010
Beginn: 20:00h
Einlass: 19:45h
Eintritt: 10,00€    [...mehr]


Zwischen 1925 und 1930 stampfte er 15.000 Wohnungen aus dem Boden: Ernst May (1886-1970), Architekt und seinerzeit Siedlungsdezernent in Frankfurt am Main, hatte erkannt, dass die Großstadt ein Gegengewicht zu “Hast und Lärm” brauchte; etwas anderes als “Fabrikschlote und Stadtenge”: In der Zeitschrift “Das Neue Frankfurt” sprach er 1926 von seiner Vision, von “Luft und Sonne”, sowie “Garten und Natur”.

Durch rationalisierte Bauweise und dem Schwerpunkt auf Funktionalität gelang das umfangreichste Bauprogramm der Weimarer Republik, das international Maßstäbe setzte. Neu war dabei die Zeilenbauweise und die Arbeit mit vorgefertigten Bauteilen, die den Bau so vieler Wohnungen innerhalb so kurzer Zeit erst ermöglichten. Das Bauen in Serie – heute selbstverständlich – wurde in dieser Zeit geboren.

Unter dem Titel “Das Neue Frankfurt” beteiligten sich  bedeutende zeitgenössische Architekten, so auch Martin Elsaesser, Walter Gropius, Ferdinand Kramer, Leberecht Migge und Mart Stam an dem Projekt. Auch die Großmutter der heutigen Einbauküche, die so genannte “Frankfurter Küche” wurde im Rahmen dieses Projekts von Margarete Schütte-Lihotzky entwickelt. Sie steht beispielhaft für das Gesamtprojekt, bei dem niedrige Kosten und größtmögliche Funktionalität auf kleinstem Raum im Vordergrund standen. Als Vorbild diente ihr ein Speisewagen. Eins der wenigen übrig gebliebenen Exemplare der Zeit steht heute noch im Musterhaus der Ernst-May-Gesellschaft e.V. und kann dort besichtigt werden.

Neben dem ästhetischen Anspruch stand auch ein sozialer hinter dem Projekt: Frankfurt brauchte dringend erschwingliche Wohnungen, und so entstanden die Siedlungen Römerstadt, Westhausen in Praunheim, Höhenblick am Ginnheimer Hang und Bruchfeldstraße in Niederrad, sowie die Siedlung Am Bornheimer Hang und die Hellerhofsiedlung im Gallus.
Die Weltwirtschaftskrise 1929 bereitete dem Projekt ein frühzeitiges Ende; May nahm einen Auftrag in der Sowjetunion an, auf den ihn viele der beteiligten Architekten begleiteten. Die Nationalsozialisten, die ab 1933 die Macht übernahmen, lehnten den neuen Baustil ab. May emigrierte nach Kenia und kehrte erst nach dem Krieg wieder nach Deutschland zurück, wo er sich dann am Wiederaufbau beteiligte. Er starb 1970 in Hamburg.

Das Ernst-May-Haus in der Römerstadt, ein zweistöckiges Reihenhaus, dokumentiert heute Leben und Werk des Architekten. Neben einer originalen Frankfurter Küche wurden hier von der Ernst-May-Gesellschaft auch ein Nutz- und Ziergarten denkmalgerecht rekonstruiert.

Weitere Informationen finden Sie hier:
Ernst-May-Haus
Im Burgfeld 136

Dienstag-Donnerstag von 10 bis 16 Uhr
Führungen jeden 1. Samstag im Monat 15h-18h
Eintrittspreis 2 €, ermäßigt 1 €;
Führungen für Gruppen auf Anfrage unter post@ernst-may-gesellschaft.de oder Tel.: 069-15343883    [...mehr]


Nach seinen großen Erfolg mit dem Kultmusical Hair und den Inszenierungen von Deathtrap und Hysteria brachte der Regisseur Ryan McBryde letzten November ein neues, glamourös-schrilles Musical auf die Bühne des English Theatre Frankfurt: The full Monty

English Theatre Frankfurt: Ganz oder gar nicht

The full Monty am English Theatre in Frankfurt war über Weihnachten und Silvester 2009 wohl das Unterhaltungs-Highlight schlechthin, bevor man sich in’s Nightlife stürzte!
Das aufwändig gestaltete und schrille Musical, welches als Adaption zur britischen Komödie „Ganz oder gar nicht“ entstand, erfreut schon seit Anfang November die Musical-Fans in Frankfurt, vor allem aber die weiblichen, denn es geht wie im Film auch um eine Gruppe von Laien-Strippern, die kurz vor dem ersten Auftritt stehen.    [...mehr]


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