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Eine bisher nie dagewesene Ausstellung zeigt Bilder der expressionistischen Künstlerin und Autodidaktin Else Lasker-Schüler im Jüdischen Museum in Frankfurt.

Bekannt ist die vielseitige Künstlerin Else Lasker-Schüler heute vor allem durch ihr literarisches Werk. Die Kulturgeschichte hat immer wieder versucht sie auf (diese) eine Facette ihres künstlerischen Schaffens zu beschränken, dabei ist sie immer soviel mehr gewesen, viel mehr als nur Dichterin oder Expressionistin. Erstmals würdigt nun eine Ausstellung ihre Malerei. Das Jüdische Museum rückt nun im Rahmen des Kulturfonds Rhein Main-Projekts “eX Phänomen Expressionismus” ihr bildkünstlerisches Werk ins Zentrum.

Die Bilder Lasker-Schülers, die eng mit dem Begründer der Künstlergruppe “Der Blaue Reiter”, Franz Marc, befreundet war, zeigen in ihrer Zweidimensionalität, ihrer Farbigkeit und ihrer Perspektive die Zugehörigkeit zum Expressionismus, dem sich die bereits erwähnte Reihe “eX Phänomen Expressionismus” widmet. Das Projekt läuft seit 2009 und wird sich noch bis 2012 in Werkschauen, Retrospektiven, Konzerten, Filmen und Aufführungen mit dieser Epoche beschäftigen. Lasker-Schülers bildnerisches Werk ist aber auch von Jugendstil, Futurismus und Dada beeinflusst. Die aktuelle Ausstellung stellt diese und weitere Zusammenhänge heraus.    [...mehr]


Er ist wohl der berühmteste deutsche Dichter und wird es wohl noch eine lange Zeit bleiben: Johann Wolfgang von Goethe. Zu seiner Geburtsstadt Frankfurt hatte er immer ein gespaltenes Verhältnis; dennoch widmet sie ihm Ende August eine Festwoche mit einem opulenten Kulturprogramm.

Am 28. August 1749 wurde der Dichterfürst im Hirschgraben 23 geboren. Anlässlich dieses 261. Geburtstages ehrt Frankfurt ihren Goethe mit einer Festwoche vom 28. August bis 05. September 2010. Im Rahmen der Goethewoche, die zeitgleich mit dem Museumsuferfest 2010 beginnt, wird an Leben und Werk des Dichters erinnert.

Im Zentrum der Goethe Festwoche 2010 steht die Figur “Wilhelm Meister“: Lieder, Inszenierungen, Diskussionen, Ausstellungen und Filme thematisieren die beiden Romane um Wilhelm Meisters Lehr- und Wanderjahre, die noch immer hochgradig aktuell sind, drehen sie sich doch um die Frage “Wie lässt sich das Leben am besten meistern?”    [...mehr]


Das Museumsuferfest in Mainhatten, wie Frankfurt am Main von vielen genannt wird, findet jedes Jahr am letzten Augustwochenende mit einer sehr großen Anziehungskraft statt. Mit diesem Volksfest wird das deutschlandweit einzige Museumsufer gefeiert.

Museumsuferfest martinkrolikowski ©Flickr

Seit 1988 wird das Museumsuferfest in Frankfurt am Main unter einem ständig wechselnden Motto durchgeführt. In diesem Jahr ist Argentinien das Schwerpunktthema der Veranstaltung. Viele verbinden Argentinien mit Tango, Fußball und gutem Essen. Aber Argentinien hat mehr zu bieten. Vor allem die Kulturszene ist sehr lebendig. Auf dem Museumsuferfest in Frankfurt am Main können sie diesen Südamerikanische Staat kennen lernen.    [...mehr]


Heißer, sandiger Wind weht vorbei, die Sonne brennt auf der Haut und das Atmen tut in den Lungen weh vor der unbarmherzigen Hitze. Vor fast 4500 Jahren erwuchs in diesem Klima eine Architektur und erreichte eine Kultur einen Status, der uns noch heute stocken lässt. Das Ägypten der Pharaonen – genauer: die Grabanlage des Pharao Sahure aus der 5. Dynastie – wird jetzt im Liebieghaus Skulpturensammlung ausgestellt.

Einen Namen, der ihre eigene Zeit lang überdauerte, haben sich vor allem die Pharaonen Tutenchamun und Ramses gemacht. Die nun gezeigte Sonderausstellung im Liebieghaus Skulpturensammlung widmet sich jedoch dem Pharao Sahure und stellt „Leben und Tod eines großen Pharao“ vor.
Die Ausstellung beginnt am 24. Juni und dauert bis zum 08. November 2010. Präsentiert werden die eindrucksvolle Architektur, Reliefs und wertvolle Papyri.

Pharao Sahure regierte etwa von 2428 bis 1938 vor Christi Geburt. Seine Begräbnisstätte ist im Vergleich zu anderen als etwas Besonderes anzusehen. In der Pharao-Ausstellung, die sich auch mit dem Altertumsforscher Ludwig Borchardt (1863-1938) beschäftigt, ist gleich im Eingangsbereich das Modell der Pyramidenanlage zu bestaunen. Es wurde von Borchardt gebaut und macht die raffinierte Konstruktion erlebbar.

Besonders wirkungsvoll sind die bereits erwähnten Reliefs, die die Wände zieren. Sie erzählen die Geschichte des großen Königs auf rund 10.000qm und gelten als beispiellos für die ägyptische Bildhauerei. Bei der Inszenierung im Liebieghaus werden sie plastisch ausgeleuchtet.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Liebieghaus: „Sahure – Leben und Tod eines großen Pharao“
25. Juni bis 28. November 2010

Schaumainkai 71
60596 Frankfurt am Main
Telefon 069-650049-0
Fax 069-650049-150

Dienstag, Freitag, Samstag und Sonntag: 10:00–18:00 Uhr
Mittwoch und Donnerstag: 10:00–21:00 Uhr
Montag geschlossen

Regulärer Eintritt Erwachsene 5 Euro
Ermäßigungen 3 Euro    [...mehr]


Vor 230 bis 65 Millionen Jahren wurde die Erde von Dinosauriern beherrscht. Jetzt zeigt das Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum die Urzeitriesen in einer einzigartigen Sonderausstellung – mitten in Frankfurt am Main.

Auch wenn König Fußball uns derzeit kaum Freizeit lässt, steht das kulturelle Leben der Rhein-Main-Metropole nicht still. Am 03. Juli 2010 beginnt die Dinosaurier-Ausstellung, die sich im Besonderen den Riesen der Südhalbkugel widmet: „GigaSaurier – Die Riesen Argentiniens“ zeigt nicht nur die größten, sondern auch die ältesten Exponate und wird von Experten als einzigartig bezeichnet. Auch auf didaktische Qualität wurde großen Wert gelegt.

In der Dinosaurierforschung gilt Argentinien als Dorado. Highlight der nun vom Senckenberg Forschungsinstitut und Naturkundemuseum gezeigten Dinosaurier-Ausstellung ist das größte Landlebewesen aller Zeiten, der 40m lange und 80.000kg schwere Langhalssaurier „Argentinosaurier“ – übrigens ein Vegetarier. Der größte Fleischfresser, „Giganotosaurus“, ist ebenfalls zu sehen. Sein Schädel misst fast 2m Länge.
Begleitet werden diese beiden unter anderem von dem größten Raptor Argentiniens, auch bekannt als „Jäger des Südens“. Die Dinosaurier-Ausstellung führt ein in das Land der Urzeit, Gondwana, der einzigen Landmasse zu der Zeit. Außerdem wird der Großvater aller Dinos zu bestaunen sein, der „Lagosuchus“, der stolze 232 Mio. Jahre alt ist. Im Vergleich zu seinen Nachfolgern ist er verhältnismäßig klein. Besucher der Dinosaurier-Ausstellung entdecken das gesamte Dino-Zeitalter. Die Funde decken fast lückenlos die drei Stufen des Erdmittelalters, Trias-, Jura- und Kreide ab.

Die Dinosaurier-Ausstellung wird in einer Zelthalle auf 2400qm in der Nähe des Messeturms gezeigt. Sie umfasst rund 40 Exponate, darunter Skelette, Rekonstruktionen, Modelle und Originale wie zum Beispiel Hautabdrücke und wird bis zum 09. Januar 2011 andauern.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

GigaSaurier – Die Riesen Argentiniens

03. Juli 2010 bis 09. Januar 2011
Mainzer Landstr. / Ecke Güterplatz / Nähe Messeturm
Mo-Mi 9.00 bis 18.00 Uhr
Do-So 9.00 bis 20.00 Uhr    [...mehr]


Hand aufs Herz: Wer hat nicht schon mal geschummelt? Der kleine Zettel im Etui oder im Ärmel – fast jeder Schüler kennt diese Situation: Es ist Mathe und man kann sich die Formeln einfach nicht merken. Das Museum für Kommunikation zeigt jetzt die Geschichte der Spickzettel in einer Ausstellung.

„Spickzettel. Bloß nicht erwischen lassen“ - so heißt die Spickzettel-Ausstellung, die das Museum für Kommunikation jetzt in Frankfurt am Main zeigt. Vom 03. Juni bis 05. September werden 1000 Spickzettel aus fast 100 Jahren Schulgeschichte zu sehen sein.

Highlight für Fußball-Fans ist der Spicker, der der Deutschen Nationalelf bei der Fußballweltmeisterschaft 2006 den Einzug ins Halbfinale sicherte: Lange rätselten Medien und Fans, was auf dem Zettel stand, den Jens Lehmann beim Viertelfinale gegen Argentinien aus dem Stutzen zog – die Besucher des Museum für Kommunikation werden nun das Geheimnis über die gegnerischen Elfmeterschützen erfahren.

Aber natürlich stehen vor allem Schul-Spickzettel im Vordergrund: Vom klassischen Spicker aus Papier bis hin zum Hightech-Spicker in Form von umgebauten Armbanduhren, präparierter Schokolade, Hightech-Brillen und weiteren kuriosen Basteleien dürfen die Besucher der Ausstellung über den Einfallsreichtum und die Kreativität der erwischten Schüler staunen. Interaktive Stationen bieten außerdem die Gelegenheit zum Raten und Mitmachen.

Zentrale Frage der Ausstellung des Museum für Kommunikation ist die Funktion und Bedeutung des Spickzettels im Kosmos Schule. Ungewohnte Einblicke in die Lernwelt werden eröffnet: Effekte des Spickens für die Leistungsmessung und die Lernstrategien von Schülern. Außerdem werden historische Entwicklungslinien aufgezeigt und persönliche Erfahrungen von Schülerinnen und Schülern von 1900 bis heute dargestellt. Abgerundet wird die Spickzettel-Ausstellung mit wissenschaftlichen Erkenntnissen zu Motiven, Methoden und zur Verbreitung des Spickens.

Weitere Informationen gibt es auf der Website des Museum für Kommunikation.

Spickzettel. Bloß nicht erwischen lassen!
3.Juni bis 5. September 2010

Öffnungszeiten
Dienstag bis Freitag 9 - 18 Uhr
Samstag, Sonn- und Feiertage 11 - 19 Uhr

Öffentliche Führungen
sonntags 16 Uhr, mittwochs 16 Uhr

Eintritt
Ab 6 Jahre 1 EUR - mit Audioguide 2,50 EUR
Ab16 Jahre 2,50 EUR - mit Audioguide 4 EUR

Freier Eintritt
Kinder unter 6 Jahren    [...mehr]


Das Wetter lässt uns in den letzten Wochen zwar wenig Grund zur guten Laune, doch die sollte man sich nicht verderben lassen. Vielleicht hilft es, schlechte Dinge mit Humor zu nehmen. Wer dafür Hilfe braucht, sollte sich die Ausstellung von Franziska Becker anschauen.

“Letzte Warnung” – so der Titel der Ausstellung im Caricatura Museum Frankfurt, dem Museum für komische Kunst, die am kommenden Donnerstag, dem 27. Mai, beginn.

1977 bewarb sich Franziska Becker, damals noch Kunststudentin, mit einer Kugelschreiberzeichnung als Cartoonistin bei der “Emma“, die seinerzeit gegründet wurde. Seit dieser ersten Ausgabe bis heute ist Becker Hauszeichnerin des Blattes. Aus diesem Blickwinkel heraus entstanden Cartoons, Karikaturen und Bildergeschichten: Weiblich, klug, witzig.

Ironisch und liebevoll widmete Franziska Becker sich denjenigen, die sich der Studenten-, Frauen- oder Alternativszene gegenüber dem damaligen gesellschaftlichen Konsens stellten: Wohngemeinschaften, Hausbesetzungen, dem Kampf gegen den §218 und die Startbahn West. Es entstand eine Chronik der Bundesrepublik Deutschland bis hin zu aktuellen Themen wie Viagra, Kopftuch, Arschgeweih und Hartz IV.

Erstmals wird nun im Caricatura Museum Frankfurt das eher unbekannte Werk von Franziska Becker gezeigt: Malerei, Objekte und Skizzenbücher. Die meist großformatigen Gemälden, bei denen Becker mit vielen Techniken, u.a. Tusche-, Acryl-, Aquarellfarben und Buntstiften arbeitet, überschreitet bzw. durchbricht sie durch die Integration von kleineren Objekten (Uhren, Tüchern, Schals) den vorgegebenen Bildrahmen. Ihr Blick auf unsere Welt erzeugt ein verblüffend irritierendes Bild unseres Daseins, stets schwankend zwischen Traum und Realität, detailgetreu, trotzdem überspitzt und dabei von zeitloser Aktualität.

Die Ausstellung im caricatura museum frankfurt zeigt vom 27. Mai bis zum 19. September 2010 rund 300 Exponate und gewährt erstmals einen Einblick in das gesamte künstlerische Werk und Schaffen von
Franziska Becker.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag 10-18 Uhr
Mittwoch 10 - 21 Uhr
Montag geschlossen

Preise
5,. € / 2,50 € ermäßigt

Anschrift
caricatura museum frankfurt
Museum für Komische Kunst
Weckmarkt 17
D-60311 Frankfurt am Main
Tel +49 (0) 69 212 301 61    [...mehr]


Im Museum für angewandte Kunst können vom 22. Mai bis zum 05. September verschiedenste Design- Exponate betrachtet werden. Im Zentrum der Ausstellung „Less and More“ stehen Ausstellungsstücke des berühmten Designer Dieter Rams.

 Dieter Rams von JForth ©Flickr„Less and More“ - Ein besonderer Gast verweilt in Frankfurt

Nach Ausstellungsstädten wie Osaka, Tokyo und London, ist die bekannte Ausstellung „Less and More“, die sich mit der Entwicklung der Gestaltung, rund um den Designer Dieter Rams beschäftigt, nun endlich in Deutschland zu bewundern. Ausgestellt wird in der Millionenstadt Frankfurt, in dem Museum für angewandte Kunst. Insgesamt kann man über 500 Exponate, auf einer Fläche von 1.000 m², betrachten.    [...mehr]


Kunst hinter dicken Museumsmauern? Mit der Outdoorführung, die das Museum für Angewandte Kunst nun anbietet, kann der Besucher Kunst draußen erleben.

Die Outdoorführung und ihre Ausstellung bedingen sich gegenseitig: Für „Tobias Rehberger - flach. Plakate, Plakatkonzepte und Wandmalereien“ entwarf Tobias Rehberger eigens mehrere Plakate, die frei in der Innenstadt angebracht werden und damit die Stadt zu einem Kunstraum und die Betrachter zu Teilnehmern an einem Kunstereignis werden lassen. Die Stadt wird selbst zum Museum.

Die Werbeplakate als Selbstporträt repräsentieren Tobias Rehbergers Kaufentscheidungen und seinen Lifestyle, womit er uns als Bürger, als Konsument und als Ausstellungsbesucher anspricht. So entstanden Plakate für Produkte, die er mag, schätzt oder auch selbst nutzt und die uns wissen lassen, welche Brillen er trägt, welches Auto er fährt, mit welchem Mundwasser er den Tag beginnt und in welchem Club er feiert. Diese neu entworfenen Plakate sind während des gesamten Ausstellungszeitraums in der Innenstadt plakatiert und werden in der Führung aktuell vorgestellt und besprochen.

Ab wann sind Dinge Kunst? Von dieser Frage ausgehend provoziert der Künstler mit seinen Arbeiten, um Kunst neu zu bewerten: von Plakaten zu Produkten wie „Coca Cola“, „adidas“, „Bach Rescue Cream” oder Landwirt „Bauer Mann“ aus der Frankfurter Kleinmarkthalle bis hin zu Plakatierungen im öffentlichen Raum als Bestandteil von Ausstellungen. Der Künstler als Verbraucher wird zum Designer, der sich am Erscheinungsbild beteiligt, bzw. es in eigenem Auftrag und nach eigenem Dafürhalten optimiert.
Die Plakate sind während des gesamten Ausstellungszeitraums in der Innenstadt plakatiert.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Museum für Angewandte Kunst Frankfurt
Schaumainkai17
60594 Frankfurt am Main
Tel.: 0049 69 212 34037
Fax: 0049 69 212 30703

Eintritt
Ausstellung inkl. Outdoorführung und Fahrkosten für den ÖPNV: 10 €,
Dauer 2 Stunden.

Termine
16. April, 11 Uhr
18. und 24. April jeweils um 15 Uhr    [...mehr]


1945 war der Zweite Weltkrieg zuende – doch er warf seinen Schatten bis über das 20. Jahrhundert hinaus: Als Mahnmal, als Erinnerung, als Schuld. Jetzt, April 2010, beginnt eine Ausstellung, die noch einmal das Thema aufgreift. Gegenstand sind private Fotographien aus dem Krieg.

Guido Knopp hat Zeitzeugen häufig vor die Kamera geholt und ließ sie ihre Erinnerungen schildern; nicht immer ohne Kritik seitens Kollegen. Doch die Erinnerung ist noch immer da, und sie ist lebendiger als je zuvor. Siebzig Jahre nach Kriegsbeginn holen Töchter, Söhne, Enkel und Urenkel alte, verstaubte Fotoalben aus Schubladen und Schränken, von Dachböden und aus Kellern ihrer Familien und stellen Fragen: Was genau ist auf den Fotos zu sehen? Wo waren die Soldaten im Einsatz? Warum sehen manche Fotos eher wie Urlaubsfotos und nicht gerade wie Kriegsfotos aus? Welche wurden aus Abenteuerlust und Neugierde, welche aufgrund von Nazi-Propaganda geknipst? Wie gehen die Nachkommen mit diesem Erbe um?

Das Historische Museum Frankfurt zeigt vom 15. April bis 29. August die Sonderausstellung „Fremde im Visier – Fotoalben aus dem Zweiten Weltkrieg“ und eröffnet damit neue Sichtweisen auf die privaten Kriegserinnerungen.

Auf einer Ausstellungsfläche von rund 400 Quadratmetern dokumentieren bislang unbekannte private Fotografien aus 150 Alben die Schnappschüsse der Soldaten: an der Front, als Besatzer und als Kriegsgefangene. Viele Fotosammlungen folgen dem historischen Kriegsverlauf: Überfall auf Polen 1939, „Blitzkrieg“ an der Westfront 1940 und Vernichtungskrieg im Osten ab 1941. Sie machen deutlich, wie der Krieg gesehen wurde, nicht, wie er war.

Neben den Feldpostbriefen sollten gerade auch die Knipserfotos der Soldaten den Zusammenhalt zwischen der Front und ihren Familien in der Heimat stärken. Der Aufforderung des Propagandaministeriums, die Kamera auch im Krieg nicht ruhen zu lassen, folgten viele Soldaten bereitwillig.

Die Alben sind größtenteils Leihgaben von ehemaligen Wehrmachtssoldaten und ihren Familien aus Norddeutschland sowie aus Museen und Archiven. Ein Album sowie eine Fotosammlung kommen aus Frankfurter Privatbesitz. Drei Zeitzeugen stellen ihre Alben in Videointerviews vor und geben Auskunft zu Intention und Motivation des Fotografierens. Interessierte Besucher können ihre Fotoalben jeweils am ersten und dritten Mittwoch des Monats ins Museum bringen und sie Mitarbeitern vorstellen.

Der erste Termin findet am Mittwoch, 21. April, von 16 bis 18 Uhr statt.

Historisches Museum Frankfurt
Saalgasse 19 (Römerberg)
60311 Frankfurt am Main
Tel ++49 (0)69-212-35599
Fax ++49 (0)69-212-30702

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag 10-18 Uhr
Mittwoch 10-21 Uhr
Montag geschlossen

Eintritt:
Museumseintritt 4,00 € / erm. 2,00 €
Familienticket 9,00 € (2 Erwachsene & bis zu 4 Kindern), Kinder u. 6 J. Eintritt frei, mit Kulturpass: 1,00 €
Die Ermäßigungstarife gelten für:
SchülerInnen, Studierende, Auszubildende, Behinderte ab 80 %, Wehr- und Zivildienstleistende sowie InhaberInnen von Frankfurt-Pass und Frankfurt Card.    [...mehr]


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