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Gibt es in Frankfurt wirklich schon am Morgen um 9 Uhr Kokain? Schreibt HipHop hier die wahre Geschichte? Aggressionen und Armut - ist dies wirklich Frankfurt - ein Großstadtghetto? Oder ist Frankfurt doch die Finanzmetropole mit den Bankern und reichen Leuten, mit dicken Mercedes Benz und Geld an jeder Ecke.

Azad feat Warheit sieht in Frankfurt wohl beides, das Großstadtghetto und die Finanzmetropole. Aber er ist wohl eher der Meinung, dass Frankfurt das Böse in sich hat. Der Vorhof der Hölle, keine Liebe, die Stadt der Kaputten, dies sind seine Bemerkungen zur Stadt und besonders eindrucksvoll finde ich, dass er sagt, dass man in Frankfurt keine Zukunft hat, das es dort viele Durchgeknallte gibt und nur das Geld auf die Schnelle gemacht wird. Gauner, Räuber und Schurken seien unterwegs und man könne sich im Dunklen nicht auf die Straße trauen. Ich finde es ist sowohl Großstadtghetto als auch Finanzmetropole. Wie das in jeder Stadt, aber in Frankfurt extrem der Fall ist, so graß sind auch hier die Unterschiede zwischen Reichtum und Armut, zwischen Arbeitslosigkeit und Angestellten, die regelmäßig ihren Lohn erhalten. Wohlstand und Armut so nah beeinander - das weckt Aggressionen, das läßt sich kaum vermeiden.

Azad feat Warheit charakterisiert Frankfurt aus seiner Sicht, die aber wohl die Sicht vieler Menschen ist. Teilweise regiert das Geld aber auf der anderen Seite ist die Armut. Die Unterschiede sind zu groß.

Aber trotzdem ist es die Stadt der Menschen, die in ihr wohnen - ihr Frankfurt.



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Frankfurt in der Nacht

Die Wahrnehmung von Frankfurt in den Köpfen vieler Menschen beschränkt sich in den letzten Jahren auf die moderne Finanzmetropole, die dank der Banken und der Börse zwar als Global-Player agiert, aber kein attraktiver Wohnort ist.

Seit dem späten 19.Jahrhundert wetteiferte die Mainmetropole mit Berlin um den Titel „modernste Stadt“ in Deutschland. Dank der Teilung Berlins kann Frankfurt zumindest behaupten, in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts dieses Rennen für sich entschieden zu haben. Man wähnt sich auf Augenhöhe mit den anderen Finanzmetropolen der Welt wie Chicago oder London, hat aber stadtentwicklungstechnisch einiges aus den Augen verloren.

FinanzzentrumDie Stadt verliert am Abend einen Großteil der hier arbeitenden Menschen an das Umland, die nicht im Schatten der großen Banktürme ihre kostbare freie Zeit verbringen möchten. Sie bevorzugen die kleineren und charmanteren Städte in der Umgebung der Mainmetropole, die noch grüne Inseln mit Leben und etwas Ruhe bieten können. Der Genuss eines ausgiebigen Spazierganges, kleine idyllische Parks, der Charme einer Altstadt – alles Attribute, die Frankfurt nicht bieten kann, weshalb einige engagierte Bewohner versuchen wollen, diese nach Frankfurt zurückzuholen. Ihnen steht ein Kampf gegen Windmühlen bevor.

trübe AussichtenDie Immobiliensituation in Frankfurt ist aufgrund der räumlichen Beschränkung von je her alarmieren, die Mietpreise für Wohnungen bewegen sich in den höchsten Regionen Deutschlands und werden nur noch von der bayrischen Landeshauptstadt München übertroffen. Oft gelingt es Zugezogenen gar nicht erst, Immobilien in Frankfurt zu finden. Diesen fortschreitenden Prozess zur Metropole ohne Wohnraum aufhalten zu können, müssten die Verantwortlichen in den nächsten Jahren die Stadtentwicklung genauestens unter die Lupe nehmen und mit Projekten wie dem Aufbau der Altstadt gegensteuern. Da dies aber weniger lukrativ erscheint und man sich mit der Abwanderung ins Umland abgefunden hat, wird sich diese Entwicklung kaum aufhalten lassen.    [...mehr]