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Bereits acht Jahre ist es her, dass das Frankfurter Rathaus Römer seine Türen für interessierte Besucher öffnete und einen Blick in den regen Betrieb einer Stadtverwaltung ermöglichte. Am 20. und 21. März 2010 haben alle die wollen nun wieder die Möglichkeit, sich über Gremien und Kommunalpolitik aus erster Hand schlau zu machen und wichtige Fragen zu stellen.
Frankfurter Rathaus gewährt Besuchern EinBlick
Mit EinBlick ins Rauthaus öffnet nach einer achtjährigen Pause das Römer in diesem Frühling endlich wieder seine Türen für interessierte Bürger und Bürgerinnen der Stadt, aber natürlich auch für zugereiste Gäste, die schon immer mal wissen wollen, wie Amtsbeschlüsse fallen und Gremien tagen.
Oberbürgermeisterin Petra Roth lädt die Interessierten ganz persönlich ein. Hier wird offen gelegt und für alle nachvollziehbar erklärt, was Aufgabengebiete der Kommunalpolitik sind und wie man diese umsetzt. [...mehr]
Vom 14. bis 18. Oktober findet wieder die Frankfurter Buchmesse statt. Auch dieses Jahr bildet “Literatur im Römer. Lesungen und Gespräche zur Frankfurter Buchmesse” am 14. und 15. Oktober die Auftaktveranstaltung in den Räumen des historischen Rathauses. Unter den lesenden Autoren ist u.a. Herta Müller, Gewinnerin des diesjährigen Nobelpreis für Literatur.
Literatur im Römer. Lesungen und Gespräche zur Frankfurter Buchmesse
Mit „Literatur im Römer“ findet zum Beginn der Frankfurter Buchmesse in den Römerhallen erneut die beliebte Veranstaltung statt, die den Besuchern einen Überblick über das Herbstprogramm und aktuelle Neuerscheinungen auf dem Deutschen Buchmarkt gibt. 16 Autoren insgesamt werden im 15 Minuten Takt durch das Programm der beiden Abende führen, unter ihnen auch Größen wie die diesjährige Gewinnerin des Literatur Nobelpreises , Herta Müller.
Auftakt zur Frankfurter Buchmesse
Im Anschluss an die Lesungen und Buchvorstellungen laden Moderatoren und Autoren die Zuschauer zu einer gemeinsamen Gesprächs- und Diskussionsrunde ein. Für ein musikalisches Programm wird der DJ Pedo Knopp sorgen. Der Eintritt ist an beiden Abenden frei.
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Kein anderes Gebäude in Deutschland ist so eng mit der mittelalterlichen Geschichte des Landes verbunden wie der Römer in Frankfurt. Der Römer ist seit über 600 Jahren der Sitz des Frankfurter Rathauses und war seit dem frühen Mittelalter Ort der Königswahlen.
Der Römer ist eines der bekanntesten Profanbauten mit einer charakteristischen Treppengiebelfassade und direkt am einstigen Marktplatz der Stadt Frankfurt gelegen. In der momentanen politischen Debatte um die Wiederherstellung der historischen Gebäude in der Frankfurter Altstadt nimmt der Römer eine Vorzeigerolle ein, schließlich wurde auch er während des Zweiten Weltkrieges beträchtlich in Mitleidenschaft gezogen und im Anschluss erneut aufgebaut. Dadurch konnte seine tragende Rolle weiterhin gewahrt in einer Metropole wie Frankfurt, die für Außenstehende aufgrund der fehlenden historischen Substanz als modernes Finanzghetto wahrgenommen wird.
Die Bedeutung des Römers als Wahrzeichen der Stadt Frankfurt begann am 11. März 1405, als der Rat der Stadt für 800 Gulden das Gebäude erwarb. Seit der Unterzeichnung der Goldenen Bulle von Kaiser Karl IV. wurde Frankfurt 1356 zum rechtmäßigen Ort für die Königswahlen bestimmt. Aber schon in Vorfeld der Goldenen Bulle, welche als Grundgesetz zur Königswahl in die Geschichte einging, fanden Königswahlen in Frankfurt statt. Der Römer war für ein solch hoch angesehene Prozedere ein angemessenes und repräsentatives Gebäude. Noch heute lässt sich im Kaisersaal des Römers die bewegte Geschichte anhand aller 52 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches nachvollziehen.
Heute dient der Römer mehr repräsentativen Zwecken und als Standesamt. Die Symbolik des Römers als Ort der Liebe lässt sich sogar in den Frankfurter Kleinanzeigen der Tageszeitungen finden, wenn einsame Herzen auf der Suche nach einem Partner sind. Aber auch große sportliche Triumpfe werden hier ausgiebig gefeiert, wie der Sieg der deutschen Fußball-Nationalmannschaft der Männer 1996 und der Erfolg der deutschen Frauen-Fußball-Nationalmannschaft im vergangenen Jahr.
Die Stadt Frankfurt sollte den Römer als Zeichen der Geschichte von Frankfurt werten und die historischen Gebäude der Altstadt wieder neu errichten. Sie würden einen wunderbaren Kontrast zu den Finanztowern in der City bilden. [...mehr]



